Die Wandlung am Jakobsbrunnen
In Tirol und Vorarlberg gibt es wohl durch den Touris-mus in den meisten Orten ein Informationsbüro, einen Informationsstand. Die Gäste können sich über Übernachtungsmöglichkeiten, Lage und Preis informieren. Es hat wohl noch keine Zeit gegeben, in der sich die Menschen so gut über alles informieren konnten, wie in der heutigen. Was können wir nicht alles lesen in Zeitschriften, weltlichen oder kirchlichen. Was können wir nicht alles hören und sehen im Radio, Fernsehen, Handy und Internet. Unzählig sind die Informationen, die uns zugänglich sind. Auch unser Notburgaheim hat eine Homepage, die jedem zugänglich ist. Auch die christliche Botschaft ist eine Information. Informationen sind wichtig.
Es gibt Menschen, die in viele Richtungen unwahr-scheinlich viele Informationen in sich aufgenommen haben und davon sprechen können. Wir brauchen nur an die „Millionenshow“ denken. Manche Menschen scheinen ein lebendiger Computer zu sein. Das Wissen, die Informationen, bleiben oft nur im Kopf. Das Herz bleibt dabei oft leer.
Das Evangelium, die Botschaft Christi, ist nicht nur Information für den Kopf, Mitteilung von Wissbarem. Es ist eine Mitteilung, die das Leben verändern kann. Papst Benedikt XVI. macht in der Enzyklika über die Hoffnung darauf aufmerksam, dass das Evangelium nicht nur eine gute Nachricht, eine Information ist, für den Kopf. Sie kann das Leben eines Menschen verändern durch die Begegnung mit Jesus Christus, dem fleischgewordenen Sohn Gottes.
Jesus Christus zu kennen, heißt nicht nur, sein Leben und Wirken zu kennen, im Kopf davon zu wissen, sondern Jesus Christus eintreten zu lassen in sein Herz. Das ist bei der Samariterin durch die Begegnung mit Jesus Christus am Jakobsbrunnen geschehen.
Die Samariterin weiß nichts von Jesus, so kann sie zuerst auch nicht an ihn glauben. Er zeigt ihr zuerst, informiert sie zuerst, wer er ist.
Er zeigt ihr zuerst, dass er weiß, dass sie in einer hoffnungslosen Situation ist, verstrickt in Sünde und familiären Problemen. Er weiß aber auch, dass sie, die ihren körperlichen Durst löschen will, in Wirklichkeit seelisch am Verdursten ist. Er informiert sie, zeigt ihr, dass er sie, die um Wasser bittet, retten und ihren seelischen Durst löschen kann.
Zuerst hat sie Jesus informiert, die Wahrheit über sich mitgeteilt, aber damit ist aus der Information für den Kopf eine Performation geworden, eine Um-wandlung im Herzen. Eine neue Wirklichkeit ist entstanden, eine Wirklichkeit des Glaubens und der Hoffnung durch Jesus.
Die Gnade bewirkt im Herzen der Frau eine Veränderung. Sie lässt alles stehen und liegen, eilt in das Dorf und verkündet, dass sie den Messias gefunden hat. Aus der Verdurstenden ist eine geworden, die den Weg in der Wüste wieder gefunden hat durch die Informationen durch Jesus.Sie hat aber auch die Quelle gefunden und muss jetzt gehen, um auch anderen den Weg zum lebendigen Wasser zu zeigen. Sie informiert wieder die Menschen im Dorf von Jesus.
Diese Menschen werden durch die Gnade durch Jesus ebenfalls perfomiert. Ihr Herz wird verwandelt, sie kommen zum Glauben an den Retter der Welt, den auch sie wieder weitergeben.
Der Heilige Geist möge dieses Wunder an uns und an den Menschen unserer Zeit immer wieder neu geschehen lassen.






